Aphex Twin

•Oktober 29, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwie ist mir das doch glatt bei den Disturbing Videos durchgerutscht. Deswegen gibt es zu Aphex Twin einen extra Artikel mit gleich zwei echt freakigen Videos. Aphex Twin ist einer der experimentellsten Electromusiker den ich kenne. Teilweise ist es wirklich nur Gefiepse und ein Ansammeln von Soundschnipseln, bei der eine Melodie nur schwer zu erkennen ist. Die beiden unten aufgeführten Lieder sind ein Beispiel für die melodischeren Werke. Vielleicht wurden sie deshalb auch als Single veröffentlicht.

Beide Videos sind von Chris Cunningham gemacht und passen auf jeden Fall auch in die Kategorie “Disturbing”.

Das erste Video ist Come To Daddy. Ich habe es irgendwann mal Nachts auf MTV gesehen und ich war danach wirklich verstört. Die ganzen Kinder mit den Fratzen und dazu diese Stimme.

Das zweite Video ist Windowlicker und wurde 1999 veröffentlicht. Im Video sieht man Aphex Twin zwei leichte Mädchen in seine Stretchlimo laden. Das ganze ist eine Parodierung auf die Pimp Style Gangster Rap Videos. Die “heißen” Mädchen verwandeln sich bald und tragen Aphex Gesicht. Das gleiche passiert mit all den anderen leicht bekleideten Tänzerinnen. Da wird der Traum schnell zum Alptraum…

Beide Videos lassen den Schluß zu, dass Aphex Twin sein Gesicht sehr mag. Es ist immer und überall zu sehen. Auf der Windowlicker EP soll sogar sein Bild als Frequenzspektrum enthalten sein.

Tolle Info am Rand. Es gibt von der Mathcore Band The Dillinger Escape Plan ein Cover von Come To Daddy. Einfach nur genial und mindestens so abgefahren wie das Orginal.

#1 Disturbing Videos – Prodigy – Smack My Bitch Up

•Oktober 26, 2009 • 2 Kommentare

Und hier ist die Nummer 1, allerdings mit ganz viel persönlicher Präferenz.

Es wird ein Abend voller Drogen, Alkohol und Sex gezeigt aus der Sicht der Protagonistin gezeigt. Das ganze Video passt zum Song, wie die Faust aufs Auge und wurde von Jonas Akerlund gemacht. Das Video ist einfach nur WOW.

Das war also meine Top 10 zu den Disturbing Music Videos ich hoffe es hat irgendwem gefallen oder ein Video gezeigt, dass er/sie noch nicht kannte. Jetzt denke ich mir was Neues aus und werde wohl demnächst das erste CD Review online stellen.

#2 Disturbing Videos – NIN – Happiness is Slavery

•Oktober 25, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Im Video begibt sich der Performance Künstler Bob Flanagan nackt auf ein Folterinstrument ähnlich einem Stuhl. Im Folgenden wird Flanagan von Roboterarmen maltretiert, an Brustwarzen und Genitalien gezogen, bis die Maschine ihm die Haut aufreist. Nach der Tortur wird der getötete Flanagan im Fleischwolf zerdreht.

Das Video zeigt unverblümt extremen Masochismus und das Opferzwischen Schmerz und Gefallen in dunkelen komplett in schwarz-weiß gehaltenen Bildern. Flanagan ist bekannt für seine Auftritte, bei denen er extreme masochistische Performances zeigt.

Trent Reznor (Kopf der NIN) sendete seiner Mutter eine der ersten Kopien des Videos. Die wird sich gefreut haben…

Welches Video kann das noch toppen ?
Stay tuned for # 1

#3 Disturbing Videos – Rammstein – Mein Teil

•Oktober 24, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Wir betreten die Top 3 und somit muss es also wirklich schräg werden. Beim heutigen Video handelt es sich um Rammstein mit dem Lied “Mein Teil” aus dem Jahre 2004. Dabei wird im Lied die Vorgänge um den sogenannten “Kannibalen von Rotenburg” behandelt. Laut Rammstein als Kritik am hohen Medieninteresse und der Ausbeutung der Geschehnisse in Rotenburg. Das Ganze wurde von Rammstein allerdings selber wieder medienwirksam inszeniert, sodass ein Schrei der Entrüstung durchs Land ging, wie man so ein Lied/Video machen kam. Als erste Singleauskopplung vom Album “Reise, Reise” brachte Rammstein also maximale Medienaufmerksamkeit. Die Bundesprüfstelle verbot den Musiksendern das Video vor Mitternacht zu zeigen.

Im Video werden die Bandmitglieder in einzelnen Szenen gezeigt, sich vor schmerzen auf dem Boden wälzend, einem Engel die Flügel ausreissend, in einem Matchloch gegeneinander kämpfend. Am Ende werden Sie in Berlin Gassi geführt. Da fällt einem wirklich nicht mehr viel zu ein.

Und wer hätte es gedacht, es gibt ein Pet Shop Boys Remix.

Stay tuned for #2

#4 Disturbing Videos – Korn – Right Now

•Oktober 23, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Heute gibt es eine Cartoon Variante eines verstörenden Music Videos. Das Korn Video zu “Right Now”.

Im Video wird ein Typ gezeigt, der sich selbst allerhand gemeine und gewalttätige Aktionen antut. Dabei kennt das Gezeigte kaum eine Grenze. Er reißt sich selbst die Fingernägel aus, sticht sich mit einem Messer in den Bauch, beißt sich einen Finger ab, quetscht sich ein Auge aus, usw…

Das Video wurde von Gregory Ecklund im Jahr 2003 aus Material seiner Kurzfilm Serie “Lloyd’s Lunchbox” für Korn gemacht, nachdem Davis auf andere Arbeiten von Ecklund aufmerksam geworden ist. Das Video ist durch seinen rohen Zeichenstil geprägt und auch die Animationen sind nicht sehr flüssig. Das wirkt sehr ungeschliffen und die viele gezeigte Gewalt gegen sich selbst mutet dem Betrachter eine Menge zu. Ich kann mir die Ekelausrufe an einigen Stellen auch nach mehrmaligen Sehen nicht verkneifen. Wem es gefällt, der kann sich ja mal an “Lloyd’s Lunchbox” versuchen.

Davis sagte über das Lied: “That’s a song about waking up and wanting to kill everybody”. Das unterstreicht das Video durch die Selbstverstümmelungen des Protagonisten. “Everbody”, also auch sich selbst.

Stay tuned for #3

#5 Disturbing Videos – Soundgarden – Black Hole Sun

•Oktober 22, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Und wieder die 90er. Diesmal mit einem großartigen Song von Soundgarden.

Eine wunderbare Persiflage des amerikanischen Vorstadtlebens mit unglaublichen surrealen Bildern, die die Bewohner bei den verschiedensten Betätigungen zeigen. Alle mit einem verzerrten Lächeln oder Grinsen auf dem Gesicht. Die brennende Barbie auf dem Grill ist dabei eine meiner Lieblingsszenen. Einfach anschauen!

Das Video unterstreicht den Spannungsbogen des Lieds wunderbar und Soundgarden gewann damit 1994 den MTV Video Music Award für das beste Metal/Hard Rock Video. Und ich finde zurecht, auch nach 15 Jahren immernoch eines meiner Lieblingsvideos.

Stay tuned for #4

#6 Disturbing Videos – Beck – Loser

•Oktober 21, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Heute gibt es einen absoluten Klassiker. Beck ist wirklich ein begnadeter Musiker und Songwriter, den man eigentlich in kein Schema pressen kann. Der Musikalisch Output von Beck sucht wirklich seinesgleichen und die Ergebnisse kann man immer als “sein Ding” bezeichnen.

Loser war im Anfang der 90er sein erster Hit. Das Video hat mich von Anfang an durch seine abstrusen Bilder fasziniert, sowas hatte ich damals noch nicht gesehen. Negativ Bilder von tanzenden “Cheerleader”, Stop-Motion Szenen von einem fahrenden Sarg aus dem ein Landstreicher mit Gitarre aussteigt, Beck mit brennender Gitarre, Gevatter Tod der Blut von der Autoscheibe wischt. Geht es viel schräger und zusammenhangloser? Und das zu einer Zeit wo viele Videos versucht haben eine Geschichte zum Lied zu erzählen.

Das Ganze passt auch super zum Text. Beginnt doch alles mit “In a time of chimpanse I was a monkey …” und wer hat sich nicht schonmal gesagt: “I’m a loser, baby. So why don’t you kill me”. Vielleicht nicht so “disturbing” wie manch anderes Video, aber es hat auf mich persönlich einen schweren Eindruck hinterlassen.

Stay tuned for #5

#7 Disturbing Videos – Die Ärzte – Bitte Bitte

•Oktober 20, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Ok, heute etwas von der “Besten Band der Welt” aus Berlin. In einer “1984″ angehauchten Welt soll eine Schallplatte der Ärzte zensiert werden. Die Zensurbehörde wird geleitet von niemand anderem als der ehemaligen Porno Queen Teresa Orlowski. Die Zensur wird durch einige Beamte durchgeführt, die sehr schmierig und verklemmt wirken. Wirklich strange an dem Video ist ein Sex-Buch, das beim aufklappen ein paar Brüste mit Augen offenbart. Hmmmm …

Orlowski, zuerst sehr züchtig mit Brille und Zopf, kämpft gegen die Zensurmaschine, die sich an der Ärzte LP verschluckt hat. Dabei offenbart sich ihr knapperes Outfit, dass sie unter ihrem Kostum trägt. Insgesamt ein sehr surreales Bild.

Das Video ist von 1989 und in dieser Version sogar mit Vor- und Abspann. Das kann man sich heute wahrscheinlich garnicht mehr leisten. Man hört ja, dass es bergab geht mit der Musikindustrie. Sowohl Lied als auch Video sind ein Apell gegen Zensur. Damit hatten die Ärzte ja genug Erfahrung, wurden doch einige ihrer Platten indiziert. “Bitte Bitte” war außerdem die letzte Singleveröffentlichung von den Ärzten, vor ihrer Reunion 1993.

Stay tuned for #6

#8 Disturbing Videos – Foo Fighters – Low

•Oktober 19, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Heute gibt es ein Video von Dave Grohl und Jack Black. Die beiden sind ja musikalisch schon länger Buddys. So hat Grohl den Drumpart der ersten beiden Teacious D (Die Band von Jack Black) Scheiben übernommen und spielte unter anderem den Teufel im Tenacious D Film “The Pick of Destiny”.

Im vorliegenden Video treffen sich Grohl und Black in einem Motel in the Middle of Nowhere um dort mal richtig die Sau rauszulassen. Was zuerst mit Alkohol und ein bisschen Gewalt gegen das Motelzimmer beginnt, endet in einer Travestieshow der beiden. Wer wollte Jack Black nicht schon immer im kurzen Röckchen sehen? Ich nicht …

Die Anspielung auf “One Night in Paris” gibt es dank Nachtsicht Aufnahmen auch noch.

Naja und wieviel davon jetzt wohl Drehbuch war und wieivie tatsächliche Vorlieben, bleibt dem Betrachter zu entscheiden. MTV fand das Video auf jedenfall nicht witzig.

Stay tuned for #7

#9 Disturbing Videos – Electric Six – Danger! High Voltage

•Oktober 18, 2009 • 1 Kommentar

Tja, was soll man dazu sagen. Ein Paar, das leicht gealtert und ein bisschen schmierig aussieht, sitzen in ihrem Herrenhaus und performen das Lied. Jedesmal wenn im Refrain “High Voltage” gesungen wird, glüht beim Mann der Schritt und bei der Frau glühen die Brüste. Das ganze endet in einem wilden Rumgeknutsche, dass mehr als verstörend ist. Sehr schön ist auch, dass dem Elch auf dem die beiden zeitweise sitzen, ebenfalls die Genitalien leuchten. Das ist Liebe zum Detail!

Der Song ist recht bekannt geworden, da er auf dem Soundtrack von Drei Engel für Chalrie – Volle Power (also Teil 2, wer macht solche Titel) enthalten war. Daher kenne ich ihn auch. Die Band macht eigentlich nur solche Songs, mit einer Pop/Rock mischung und sexuellen Andeutungen in den Texten. Ein weiteres Video ist “Gay Bar”, wo man diverse schwule Abraham Lincolns im Weißen Haus sieht. Auch eher ein Kandidat für schräge Music Videos, aber einmal Elctric Six bei 10 Videos reicht!

Stay tuned for #8